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25.02.2012
Diagnose : Meniskus Schaden, was ist passiert? Wie geht es weiter?
Was ist der Meniskus? - Der
Meniskus ist ein Knorpel, er liegt zwischen
den Last aufnehmenden Oberflächen des Gelenkes liegt.
Und so tauchen Probleme auf.
Meist beginnt es mit einem „Trauma“ im Gelenk, durch Stürze, Überbeanspruchung oder
Tritte durch Koppelpartner. Dabei kommt es zu einer Störung des Zellgewebes im
Gelenk, insbesondere dem Gelenkknorpel, welcher die Oberflächen des Knochens
bedeckt und schützt.
Als Folge davon spricht man von traumatischer Arthritis.
Traumatische Arthritis ist dabei keine Sammelbeschreibung für ein linear verlaufendes
Krankheitsbild, vielmehr beschreibt es klinische Zustände nach einzelnen oder
wiederholten Zwischenfällen. Ein paar dieser Zustände sind: Entzündung der
Gelenk-Innenauskleidung wie z.B. Synovitis (Entzündung der Synovial-Membrane)
und Capsulitis (Entzündung der faserartigen Gelenkknorpel) aber auch die
Verletzung der Stützbänder des Gelenkes oder Frakturen knöcherner Strukturen im
Gelenk.
Die Traumatische Arthritis erscheint in drei Formen:
Typ 1: Keine Störung des Gelenkknorpels oder Zerreißen der Stützbänder, es handelt sich meist um Verstauchungen.
Typ 2: Zerreiß-Trauma, welches den
Gelenkknorpel beschädigt, schlimmer
noch ist das reißen der Stützbänder (Verstauchungen,
innere Gelenkfrakturen und Meniskus-Risse
Typ 3: Eine posttraumatische
degenerative Gelenkerkrankung entsteht, wenn
es einen bleibenden Schaden nach einem ersten Trauma gibt
Mögliche
Folgen: Deformation, eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder Gelenkinstabilität
So kann die Verletzung bereits mehrere Monate zurückliegen, das Pferd lahmt
augenscheinlich, ist allerdings periodisch schmerzfrei. Die tierärztliche Indikation, Boxenruhe und das Maß an Koppelgang sind daher individuell zu betrachten.
Nach umfassender Behandlung (meist lokal an den umliegenden Bändern) durch den
Tierarzt, sollten bei Besserung der Lahmheitssymptome erste Spaziergänge auf
weichem Boden erfolgen.
Wie beschrieben, ist der Meniskus ein Knorpel, welcher zwischen den Last aufnehmenden Oberflächen
des Gelenkes liegt. Als logische Konsequenz, sollten erste Bewegungsabläufe auf stoßminderndem, aber nicht zu tiefen oder
gar hartem Boden erfolgen.
Diese Spaziergänge sollten langsam in Bodenarbeit übergehen. Erst wenn das Pferd seine Gelenkstrukturen in einer Biegung und Streckung bedienen kann, ist es Zeit für Paddock und viel später darf Stundenweise die Koppel folgen.
Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für diese Schritte, sollte man mit dem behandelnden Tierarzt
absprechen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Buckeln und Toben in der Natur des Pferdes liegen und monatelange Boxenhaft stark an der Psyche des Fluchttieres nagen. Auch wenn wir als Menschen nur
das Beste für unser Pferd wollen, will unser Pferd am Ende nur eins – Pferd sein.
Nambi hat durch fehlerhafte Hufstellung eine Verkürzung der Bänder, welche ich über die beschriebene Dehnung hinaus, ebenfalls behandele.Februar 2012
Am Wochenende habe ich einen kurzen Abstecher gemacht auf den
Pferdehof bei Groitzsch, auf dem TwiceTuny und ich meine :) Jugend
verbrachten. Dort traf ich eine alte Reitfreundin, welche mit ihrer Traberstute
zur Sparte der Wanderreiter gehört.
Schnell kamen wir von den Erfolgen des Sommers, auf diesen
wunderbaren Winter und die jahrlich wiederkehrende Frage:
Wie trainiert man Gelände –und Distanzpferde im
Winter?
Was benötigt ein Geländepferd zum Trainieren?
Es ist klar, Gelände, denn das ist der Ort an dem sie sie nun
mal am meisten trainieren müssen, zeitgleich ist das auch der Ort, welcher den
Winter über Probleme mit Wetter und glattem / harten Boden mit sich bringt.
Deshalb scheint es nur natürlich, ein erstes Training mit langen
Schrittausritten zu beginnen. Dabei sollte man sein Pferd jedoch nur ab und an
wirklich Bummeln lassen, denn zügiger, raumgreifender Schritt ist, was am
meisten bringt. Das Pferd muss weit ausgreifen, dadurch arbeitet der Rücken
verstärkt und schwingt mehr. Die Rückenmuskulatur wird abwechselnd angeregt und
gestärkt und so auf die Ausdauerbelastung der Saison vorbereitet. Durch das
weite Vorschwingen der Vorderbeine trainieren wir gleichzeitig die Muskulatur
und bereiten die Beine des Pferdes auf die langen Trabtritte der Distanzen und
Wanderritte vor.
Zusätzlich zum Reiten kann dieser Effekt auch durch gezielte
Pferdephysiotherapie ergänzt werden, indem man abwechselnd ein Vorderbein, mit
beiden Händen unterhalb des Fesselgelenks aufnimmt, sachte und unter Erhalt der
Längsachse nach vorne zieht. Unter Berücksichtigung der Toleranzgrenze wird
diese Position nun min. 30 Sekunden gehalten und langsam abgesetzt. Das Bein
wird nicht fallen gelassen, Finger dürfen nicht ineinander verankert werden, das
Bein wird ausschließlich gestreckt, nicht gefedert! Diesen Vorgang im Wechsel
ca. drei Mal wiederholen und nur so viel Energie in die Dehnung setzten, wie sie
vom Pferd geduldet wird.
Diese, sehr nützliche Dehnung kann man auch mit den
Hinterbeinen praktizieren.
Diese werden dann ebenfalls unter Erhalt der Achse in
Richtung Vorderbein gedehnt, auch hier gilt: Finger nicht verankern,
Toleranzgrenzen einhalten und 30sek. Halten und dehnen, nicht
federn.
Die Rückenarbeit kann durch vorsichtiges Vorstrecken des
Halses vom Boden aus unterstützt werden. Hervorragend wirkt hier z. B. ein
Möhrchen. Auch die seitliche Biegung kann durch leichtes Herumnehmen des Halses
(niemals jedoch am Zügel!) in jede Richtung verbessert werden.
GANZ WICHTIG: gedehnt wird bitte nur NACH der Erwärmung im
Schritt.
Habt ihr Fragen oder habt festgestellt, dass euer Pferd mit
Abwehr reagiert, ruft mich an!
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